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BERUFSBILD - Ausgabe 2017

Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie Wiedner Hauptstraße 63, A-1045 Wien T: +43-(0)-5 90900-3540 F: +43-(0)-590900-3178 E-Mail: ubit@wko.at http://www.ubit.at Teil I: Dienstleistungen in der automatischen Datenverarbeitung und Informationstechnologie Teil II: Internet Service Provider 1 Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie Wiedner Hauptstraße 63, A-1045 Wien T: +43-(0)-5 90900-3540 F: +43-(0)-590900-3178 E-Mail: ubit@wko.at http://www.ubit.at PRÄAMBEL Wie für die meisten Gewerbe spielt auch für die „Dienstleistungen in der automatischen Datenverarbeitung und Informationstechnik“ das Berufsbild eine große Rolle, da es Auskunft über die dem Gewerbe zukommenden Tätigkeitsbereiche gibt. Unter automatischer Datenverarbeitung und Informationstechnik versteht man die Erfassung und Bearbeitung von Daten (Datenverarbeitung) durch elektronische Maschinen oder Rechner sowie Techniken der Verarbeitung von Informationen. Damit ist die automatische Datenverarbeitung und Informationstechnik ein Kernbereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Auf Grund der Bestimmungen der Gewerbeordnung (§ 29) sind für den Umfang einer Gewerbeberechtigung insbesondere …. die dem Gewerbe eigentümlichen Arbeitsvorgänge, die historische Entwicklung sowie die in den beteiligten Verkehrskreisen bestehenden Anschauungen und Vereinbarungen …“ maßgebend. Das Berufsbild kodifiziert somit gleichsam die gegenwärtigen Auffassungen einer Branche und schlüsselt auf dieser Grundlage die dem Gewerbe eigentümlichen Arbeitsvorgänge und Tätigkeitsfelder auf. Es handelt sich dabei um eine demonstrative, keineswegs den Anspruch der Vollständigkeit erhebende Darstellung, die im Zuge der Weiterentwicklung eines Gewerbes inhaltliche Änderungen erfahren kann. Einbezogen sind gleichermaßen Dienstleistungserbringer, die ihre Leistungen direkt von den Kunden honoriert erhalten, sowie auch solche, die ihre Erlöse aus anderen Finanzierungsquellen beziehen. In seiner Funktion entspricht das Berufsbild prinzipiell dem Normenwesen auf technisch-wissenschaftlichem Gebiet. 2 Teil I: Dienstleistungen in der automatischen Datenverarbeitung und Informationstechnologie TÄTIGKEITSBEREICHE Ziel der Dienstleistungsbetriebe in der automatischen Datenverarbeitung und Informationstechnik ist die Unterstützung ihrer Kunden bei allen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), um deren Qualität, Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Sicherheit zu steigern, beispielhaft in den Bereichen Informationsmanagement, digitale Medien, Steuerungssoftware für technische Systeme oder Netzwerktechnik. Ihre gewerbliche Tätigkeit gliedert sich in folgende Bereiche: System- und Software-Anbieter Rechenzentren Informationsanbieter Infrastruktur - Dienstleistungen Telekom-Beratungsdienstleistungen für Sprach- und Datennetze Die Gewerbeberechtigung für „Dienstleistungen in der automatischen Datenverarbeitung und Informationstechnik“ deckt sämtliche Tätigkeiten in all diesen Bereichen ab. Die nachstehenden Darstellungen dienen der Charakterisierung von Art und Umfang der Aufgaben dieses Gewerbes und sind nicht taxativ. System- und Softwareanbieter Herstellung, Konzeption, Vertrieb oder Integration von Softwareprodukten sowie Tätigkeiten aufgrund von Kundenaufträgen, die der Lösung von Anforderungen der Auftraggeber mit Informations- und Kommunikationssystemen dienen. Umfasst ist auch die Analyse von Geschäftsprozessen im Hinblick auf zweckmäßigen IKT- und Softwareeinsatz. Darauf aufbauend wird ein Sollvorschlag erstellt, in dem festgehalten wird, welche Rationalisierung durch Einsetzen von IKT-Hardware und Software zu erreichen ist. Diese Erkenntnisse führen zu einer Beschreibung der Anforderungen (Pflichtenheft) an Hardware und Software. 3 Dazu zählen Funktionen wie: Beratung und technischer Audit in allen Fragen der Informations- und Kommunikationstechnik Softwareentwicklung Bedarfserhebung (Erstellung von Ist-Analysen und Sollvorgaben sowie Systementwürfen) Dienstleistungen im Datenbankbereich Netzwerkaufbau und Management Software-Produktberatung und Verkauf Anforderungen bei Auftraggebern werden durch bereits am Markt befindliche, vorgefertigte Softwarelösungen abgedeckt. Die Tätigkeit umfasst die Problemanalyse beim Auftraggeber und die Auswahl des richtigen, bereits am Markt vorhandenen Software-Produktes. Unterstützung des Auftraggebers bei Auswahl, Planung, Installation und Betrieb von Software und Netzwerkmanagement-Produkten. Hardwareberatung und Verkauf Erstellung von Bedarfsanalysen beim Auftraggeber und Erhebung von Mengengerüsten, um die erforderliche Hardwareausstattung festlegen zu können (insbesondere Arbeitsplätze, Server, Netzwerkkomponenten und Peripherie- Geräte). Systemberatung Beratung beim Aufbau, bei der Performanceverbesserung und bei der Systemoptimierung von Computersystemen, System und Netzwerksimulationen, Beratung zur Rechenzentrumsorganisation, Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Benchmarks (Vergleichsläufe und Leistungstests). IKT-Angebotsbewertung Gegenüberstellung von verschiedenen IKT-Angeboten und methodische Bewertung (z.B. Punktesystem), um das Bestangebot für den Auftraggeber auswählen zu können. Detailorganisation/Programmiervorgabe Umfasst die Überführung des Pflichtenheftes in eine Programmiervorgabe. Erstellung, Adaptierung und Testen von Software Umsetzen von definierten Aufgabenstellungen in Software unter Verwendung von Programmiersprachen, Werkzeugen und Generatoren. 4 Installation/Inbetriebnahme von Software Umfasst die Lieferung von vorgefertigten Softwareprodukten bzw. in Auftrag gegebenen Individuallösungen beim Anwender, das Einspielen in das Computersystem sowie die kundenspezifische Konfiguration und die Inbetriebnahme. Erstellung der Dokumentation für die Benutzung und Wartung von Software Dokumentierung des organisatorischen Aufbaus und der Zusammenhänge und Abläufe der Software sowie Erstellung einer Bedienungsanleitung. Schulung und Unterstützung Dazu gehört die Schulung, Einführung und Beratung des Anwenders in die Handhabung von Hard- und Software sowie die Erstellung von Schulungsunterlagen. Security-Dienstleistungen Beratung, Erarbeitung und Umsetzung von Informationssicherheit und Sicherungskonzepten auch im Zusammenhang mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Datenschutzbeauftragter Ausübung der Rolle des externen Datenschutzbeauftragten gemäß den Bestimmungen der DSGVO und des DSG (in der jeweils gültigen Fassung) im Rahmen ihres Berechtigungsumfanges. Software- und Systemwartung Anpassung und Ergänzung bestehender Software und Systeme an neue Anforderungen. Beratung zur Verwahrung von Software Feststellung der Aktualität und Vollständigkeit von Software Source Codes und Dokumentation zum Zwecke der Verwahrung. Verwalten und bearbeiten von Datenbanken, Siehe Punkt „Informationsanbieter“ 5 Rechenzentren Rechenzentren üben die gewerbliche Tätigkeit zur einmaligen oder periodischen Ausführung von Programmen auf Informations- und Kommunikationssystemen sowie die laufende Betreuung und Beratung der Kunden in allen verarbeitungsbezogenen Fragen der laufenden Abwicklung aus. Die bestehenden Dienstleistungen können sowohl im Batch-Betrieb in der Rechen-Zentrumsproduktion wie auch im Online- Betrieb (Dialogverarbeitung) erbracht werden. Dazu zählen Funktionen wie: Dateneingabe über Datenerfassungsgeräte. Vom Auftraggeber übergebene Daten werden mittels eines Datenerfassungsgerätes auf ein maschinenlesbares Medium gebracht. Kontrolle der Eingabedaten Überprüfung der am Datenträger befindlichen Werte mit den vom Auftraggeber zur Verfügung gestellten Informationen. Terminplanung und –Kontrolle Einplanung der eingegebenen Jobs (Aufträge) und Kontrolle, um die termingerechte Ablieferung zu gewährleisten. Arbeitsvorbereitung Computersystembedienung und –Kontrolle Verarbeitung des Datenmaterials mit Hilfe des Computers Endkontrolle der Verarbeitungsergebnisse im Hinblick auf die ordnungsgemäße Durchführung Datenspeicherung und –Verwaltung Verwaltung der Datenträger Bereitstellung der Verarbeitungsergebnisse für den Auftraggeber Ordnungsgemäße Ablaufsicherung Verwalten und bearbeiten von Datenbanken Siehe Punkt „Informationsanbieter“ Archivierung von Daten und Datenträger Bereitstellung von IT-Ressourcen über Netzwerke Beratung hinsichtlich System- und Netzwerkleistung sowie Client-Server-Organisationen. 6 Datensicherung Hardwareplanung und –Installation Beratung der Anwender im Hinblick auf die geeignete Hardware und Hardwareinstallation zur Lösung der Aufgabenstellung. Schnittstellenberatung Beratung des Anwenders im Hinblick auf Schnittstellen zu anderen Systemen (Programmen) der jeweiligen Lösung. Schulung des Auftraggebers (z.B. Dialoganwendung) Überwachung des Online-Dialoges Überwachung der Leitungsverbindung Testen von Hardwarekonfigurationen Physikalischer und elektronischer Versand Spezialisierte Dienstleistungen Sonderdienstleistungen wie Computeroutput auf Mikrofilm, Beleglesung (OCR-Schriften, Handschriften usw.), Massendruck auf Laserprintern, Grafikausgaben auf Plottern usw. Informationsanbieter Informationsanbieter sind Unternehmen, deren Unternehmensgegenstand das Anbieten von „Informationen als Ware“ darstellt. Der Tätigkeitsbereich dieser Unternehmen besteht im Allgemeinen aus folgenden Funktionen, wobei im Falle von Ko-operationen oft nur Teile des gesamten Funktionsspektrums abgedeckt werden: Sammlung, Anreicherung, Verknüpfung, Überprüfung und Erfassung von Daten Speicherung der Daten Laufende Überprüfung und Aktualisierung der Dateninhalte Schaffung der für den Nutzungszweck am besten geeigneten Abfrageform sowie der entsprechenden Suchstruktur Verfügbarmachung der Informationen Beratung hinsichtlich der Datennutzung, sowie bei der Anschaffung geeigneter Abfragegeräte 7 Infrastruktur – Dienstleistungen Planung und Installation von Sprach- und Datenkommunikationsinfrastruktur inklusive Verkabelungssysteme Entwicklung, Konfiguration, Installation und Wartung von systemnaher Hard- und Software Benutzerschulung und Anwendungsunterstützung Telekom-Beratungsdienstleistungen für Sprach- und Datennetze Unterstützung bei Definierung und Evaluierung von Projekten Planung und Design von Lösungskonzepten für den Betrieb und das Management von Netzen Beratung/Überprüfung der Sicherheit von Telekommunikationsdiensten Projektmanagement Hilfestellung bei Optimierungsaufgaben Revision in Fragen der Telekommunikationstechnik Erstellung von Dokumentationen TEIL II: Internet Service Provider Internet Service Provider sind Anbieter von Diensten, Inhalten oder technischen Leistungen, die für die Nutzung oder den Betrieb von Inhalten und Diensten im Internet erforderlich sind. Internet Service Provider werden nach nachfolgenden Kategorien unterteilt: Access –Provider Access Provider ermöglichen den Zugang zum Internet. Die Dienstleistung der Internetkonnektivität gilt als Kommunikationsdienst nach dem Telekommunikationsgesetz (TKG 2003). Access Provider müssen eine Diensteanzeige bei der Rundfunk und Telekom Regulierungs GmbH ( www.rtr.at) erstatten. Die Gewerbeordnung ist auf diese Tätigkeit nicht anzuwenden. 8 Hostprovider Hostprovider stellen Dienste zur Verfügung, die für die Bereitstellung oder den Austausch von Inhalten im Internet erforderlich sind. Hostprovider bieten dabei nachfolgende Dienste an: Domain Hosting: Registrierung und den Betrieb von Internetdomains Webhosting: Unterbringung von Websites auf einem Webserver. Die Dienstleistung variiert von der einfachen Abrufbarkeit einer Website bis zur Bereitstellung von Datenbankstrukturen und Serverskriptmöglichkeiten. Email-Hosting: die Zurverfügungstellung von Emaildiensten auf einem Mail-server. Die Dienstleistung kann Zusatzdienste, wie Viren- oder Spamschutz und eine Webschnittstelle für den Zugang zu den Maildiensten umfassen. Server-Hosting: Vermietung von Servern (auch virtuellen) oder Vermietung von Stellflächen für kundeneigene Server, sowie den Zugang zu den Servern über eine Internetanbindung, in der Regel inklusive Wartung und Sicherungs-diensten. Application Service Provider Application Service Provider vermieten Anwendungen und ermöglichen die Nutzung über Schnittstellen im Internet. Die Datenspeicherung erfolgt entweder lokal beim Kunden, oder im Rahmen eines Clouddienstes beim Provider. Value added Network Service Provider Bereitstellung von netzwerkorientierten Übertragungs- und Zusatzdiensten und deren Wartung wie z.B.: Sprach-, Bild- und Datenkommunikation Überwachung der Verfügbarkeit Absicherung/Security Verschlüsselung Backup/Archivierung Transaktionsdienste Electronic Data Interchange (EDI) Vermarktung der Dienste inkl. Schulung und Anwenderunterstützung Netzwerkmanagement Verbindung mit anderen Netzen und Diensten (Gateway- und Clearing House-Funktionen)
Kontakt: Bahnhof-Umgebung 17A A-6170 Zirl Tel. 05238 53 4 04
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Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie Wiedner Hauptstraße 63, A-1045 Wien T: +43-(0)-5 90900-3540 F: +43-(0)-590900-3178 E-Mail: ubit@wko.at http://www.ubit.at Teil I: Dienstleistungen in der automatischen Datenverarbeitung und Informationstechnologie Teil II: Internet Service Provider 1 Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie Wiedner Hauptstraße 63, A-1045 Wien T: +43-(0)-5 90900-3540 F: +43-(0)-590900-3178 E-Mail: ubit@wko.at http://www.ubit.at PRÄAMBEL Wie für die meisten Gewerbe spielt auch für die „Dienstleistungen in der automatischen Datenverarbeitung und Informationstechnik“ das Berufsbild eine große Rolle, da es Auskunft über die dem Gewerbe zukommenden Tätigkeitsbereiche gibt. Unter automatischer Datenverarbeitung und Informationstechnik versteht man die Erfassung und Bearbeitung von Daten (Datenverarbeitung) durch elektronische Maschinen oder Rechner sowie Techniken der Verarbeitung von Informationen. Damit ist die automatische Datenverarbeitung und Informationstechnik ein Kernbereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Auf Grund der Bestimmungen der Gewerbeordnung (§ 29) sind für den Umfang einer Gewerbeberechtigung insbesondere …. die dem Gewerbe eigentümlichen Arbeitsvorgänge, die historische Entwicklung sowie die in den beteiligten Verkehrskreisen bestehenden Anschauungen und Vereinbarungen …“ maßgebend. Das Berufsbild kodifiziert somit gleichsam die gegenwärtigen Auffassungen einer Branche und schlüsselt auf dieser Grundlage die dem Gewerbe eigentümlichen Arbeitsvorgänge und Tätigkeitsfelder auf. Es handelt sich dabei um eine demonstrative, keineswegs den Anspruch der Vollständigkeit erhebende Darstellung, die im Zuge der Weiterentwicklung eines Gewerbes inhaltliche Änderungen erfahren kann. Einbezogen sind gleichermaßen Dienstleistungserbringer, die ihre Leistungen direkt von den Kunden honoriert erhalten, sowie auch solche, die ihre Erlöse aus anderen Finanzierungsquellen beziehen. In seiner Funktion entspricht das Berufsbild prinzipiell dem Normenwesen auf technisch-wissenschaftlichem Gebiet. 2 Teil I: Dienstleistungen in der automatischen Datenverarbeitung und Informationstechnologie TÄTIGKEITSBEREICHE Ziel der Dienstleistungsbetriebe in der automatischen Datenverarbeitung und Informationstechnik ist die Unterstützung ihrer Kunden bei allen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), um deren Qualität, Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Sicherheit zu steigern, beispielhaft in den Bereichen Informationsmanagement, digitale Medien, Steuerungssoftware für technische Systeme oder Netzwerktechnik. Ihre gewerbliche Tätigkeit gliedert sich in folgende Bereiche: System- und Software-Anbieter Rechenzentren Informationsanbieter Infrastruktur - Dienstleistungen Telekom-Beratungsdienstleistungen für Sprach- und Datennetze Die Gewerbeberechtigung für „Dienstleistungen in der automatischen Datenverarbeitung und Informationstechnik“ deckt sämtliche Tätigkeiten in all diesen Bereichen ab. Die nachstehenden Darstellungen dienen der Charakterisierung von Art und Umfang der Aufgaben dieses Gewerbes und sind nicht taxativ. System- und Softwareanbieter Herstellung, Konzeption, Vertrieb oder Integration von Softwareprodukten sowie Tätigkeiten aufgrund von Kundenaufträgen, die der Lösung von Anforderungen der Auftraggeber mit Informations- und Kommunikationssystemen dienen. Umfasst ist auch die Analyse von Geschäftsprozessen im Hinblick auf zweckmäßigen IKT- und Softwareeinsatz. Darauf aufbauend wird ein Sollvorschlag erstellt, in dem festgehalten wird, welche Rationalisierung durch Einsetzen von IKT-Hardware und Software zu erreichen ist. Diese Erkenntnisse führen zu einer Beschreibung der Anforderungen (Pflichtenheft) an Hardware und Software. 3 Dazu zählen Funktionen wie: Beratung und technischer Audit in allen Fragen der Informations- und Kommunikationstechnik Softwareentwicklung Bedarfserhebung (Erstellung von Ist-Analysen und Sollvorgaben sowie Systementwürfen) Dienstleistungen im Datenbankbereich Netzwerkaufbau und Management Software-Produktberatung und Verkauf Anforderungen bei Auftraggebern werden durch bereits am Markt befindliche, vorgefertigte Softwarelösungen abgedeckt. Die Tätigkeit umfasst die Problemanalyse beim Auftraggeber und die Auswahl des richtigen, bereits am Markt vorhandenen Software-Produktes. Unterstützung des Auftraggebers bei Auswahl, Planung, Installation und Betrieb von Software und Netzwerkmanagement-Produkten. Hardwareberatung und Verkauf Erstellung von Bedarfsanalysen beim Auftraggeber und Erhebung von Mengengerüsten, um die erforderliche Hardwareausstattung festlegen zu können (insbesondere Arbeitsplätze, Server, Netzwerkkomponenten und Peripherie-Geräte). Systemberatung Beratung beim Aufbau, bei der Performanceverbesserung und bei der Systemoptimierung von Computersystemen, System und Netzwerksimulationen, Beratung zur Rechenzentrumsorganisation, Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Benchmarks (Vergleichsläufe und Leistungstests). IKT-Angebotsbewertung Gegenüberstellung von verschiedenen IKT-Angeboten und methodische Bewertung (z.B. Punktesystem), um das Bestangebot für den Auftraggeber auswählen zu können. Detailorganisation/Programmiervorgabe Umfasst die Überführung des Pflichtenheftes in eine Programmiervorgabe. Erstellung, Adaptierung und Testen von Software Umsetzen von definierten Aufgabenstellungen in Software unter Verwendung von Programmiersprachen, Werkzeugen und Generatoren. 4 Installation/Inbetriebnahme von Software Umfasst die Lieferung von vorgefertigten Softwareprodukten bzw. in Auftrag gegebenen Individuallösungen beim Anwender, das Einspielen in das Computersystem sowie die kundenspezifische Konfiguration und die Inbetriebnahme. Erstellung der Dokumentation für die Benutzung und Wartung von Software Dokumentierung des organisatorischen Aufbaus und der Zusammenhänge und Abläufe der Software sowie Erstellung einer Bedienungsanleitung. Schulung und Unterstützung Dazu gehört die Schulung, Einführung und Beratung des Anwenders in die Handhabung von Hard- und Software sowie die Erstellung von Schulungsunterlagen. Security-Dienstleistungen Beratung, Erarbeitung und Umsetzung von Informationssicherheit und Sicherungskonzepten auch im Zusammenhang mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Datenschutzbeauftragter Ausübung der Rolle des externen Datenschutzbeauftragten gemäß den Bestimmungen der DSGVO und des DSG (in der jeweils gültigen Fassung) im Rahmen ihres Berechtigungsumfanges. Software- und Systemwartung Anpassung und Ergänzung bestehender Software und Systeme an neue Anforderungen. Beratung zur Verwahrung von Software Feststellung der Aktualität und Vollständigkeit von Software Source Codes und Dokumentation zum Zwecke der Verwahrung. Verwalten und bearbeiten von Datenbanken, Siehe Punkt „Informationsanbieter“ 5 Rechenzentren Rechenzentren üben die gewerbliche Tätigkeit zur einmaligen oder periodischen Ausführung von Programmen auf Informations- und Kommunikationssystemen sowie die laufende Betreuung und Beratung der Kunden in allen verarbeitungsbezogenen Fragen der laufenden Abwicklung aus. Die bestehenden Dienstleistungen können sowohl im Batch-Betrieb in der Rechen-Zentrumsproduktion wie auch im Online-Betrieb (Dialogverarbeitung) erbracht werden. Dazu zählen Funktionen wie: Dateneingabe über Datenerfassungsgeräte. Vom Auftraggeber übergebene Daten werden mittels eines Datenerfassungsgerätes auf ein maschinenlesbares Medium gebracht. Kontrolle der Eingabedaten Überprüfung der am Datenträger befindlichen Werte mit den vom Auftraggeber zur Verfügung gestellten Informationen. Terminplanung und –Kontrolle Einplanung der eingegebenen Jobs (Aufträge) und Kontrolle, um die termingerechte Ablieferung zu gewährleisten. Arbeitsvorbereitung Computersystembedienung und –Kontrolle Verarbeitung des Datenmaterials mit Hilfe des Computers Endkontrolle der Verarbeitungsergebnisse im Hinblick auf die ordnungsgemäße Durchführung Datenspeicherung und –Verwaltung Verwaltung der Datenträger Bereitstellung der Verarbeitungsergebnisse für den Auftraggeber Ordnungsgemäße Ablaufsicherung Verwalten und bearbeiten von Datenbanken Siehe Punkt „Informationsanbieter“ Archivierung von Daten und Datenträger Bereitstellung von IT-Ressourcen über Netzwerke Beratung hinsichtlich System- und Netzwerkleistung sowie Client-Server-Organisationen. 6 Datensicherung Hardwareplanung und –Installation Beratung der Anwender im Hinblick auf die geeignete Hardware und Hardwareinstallation zur Lösung der Aufgabenstellung. Schnittstellenberatung Beratung des Anwenders im Hinblick auf Schnittstellen zu anderen Systemen (Programmen) der jeweiligen Lösung. Schulung des Auftraggebers (z.B. Dialoganwendung) Überwachung des Online-Dialoges Überwachung der Leitungsverbindung Testen von Hardwarekonfigurationen Physikalischer und elektronischer Versand Spezialisierte Dienstleistungen Sonderdienstleistungen wie Computeroutput auf Mikrofilm, Beleglesung (OCR-Schriften, Handschriften usw.), Massendruck auf Laserprintern, Grafikausgaben auf Plottern usw. Informationsanbieter Informationsanbieter sind Unternehmen, deren Unternehmensgegenstand das Anbieten von „Informationen als Ware“ darstellt. Der Tätigkeitsbereich dieser Unternehmen besteht im Allgemeinen aus folgenden Funktionen, wobei im Falle von Ko-operationen oft nur Teile des gesamten Funktionsspektrums abgedeckt werden: Sammlung, Anreicherung, Verknüpfung, Überprüfung und Erfassung von Daten Speicherung der Daten Laufende Überprüfung und Aktualisierung der Dateninhalte Schaffung der für den Nutzungszweck am besten geeigneten Abfrageform sowie der entsprechenden Suchstruktur Verfügbarmachung der Informationen Beratung hinsichtlich der Datennutzung, sowie bei der Anschaffung geeigneter Abfragegeräte 7 Infrastruktur – Dienstleistungen Planung und Installation von Sprach- und Datenkommunikationsinfrastruktur inklusive Verkabelungssysteme Entwicklung, Konfiguration, Installation und Wartung von systemnaher Hard- und Software Benutzerschulung und Anwendungsunterstützung Telekom-Beratungsdienstleistungen für Sprach- und Datennetze Unterstützung bei Definierung und Evaluierung von Projekten Planung und Design von Lösungskonzepten für den Betrieb und das Management von Netzen Beratung/Überprüfung der Sicherheit von Telekommunikationsdiensten Projektmanagement Hilfestellung bei Optimierungsaufgaben Revision in Fragen der Telekommunikationstechnik Erstellung von Dokumentationen TEIL II: Internet Service Provider Internet Service Provider sind Anbieter von Diensten, Inhalten oder technischen Leistungen, die für die Nutzung oder den Betrieb von Inhalten und Diensten im Internet erforderlich sind. Internet Service Provider werden nach nachfolgenden Kategorien unterteilt: Access –Provider Access Provider ermöglichen den Zugang zum Internet. Die Dienstleistung der Internetkonnektivität gilt als Kommunikationsdienst nach dem Telekommunikationsgesetz (TKG 2003). Access Provider müssen eine Diensteanzeige bei der Rundfunk und Telekom Regulierungs GmbH ( www.rtr.at) erstatten. Die Gewerbeordnung ist auf diese Tätigkeit nicht anzuwenden. 8 Hostprovider Hostprovider stellen Dienste zur Verfügung, die für die Bereitstellung oder den Austausch von Inhalten im Internet erforderlich sind. Hostprovider bieten dabei nachfolgende Dienste an: Domain Hosting: Registrierung und den Betrieb von Internetdomains Webhosting: Unterbringung von Websites auf einem Webserver. Die Dienstleistung variiert von der einfachen Abrufbarkeit einer Website bis zur Bereitstellung von Datenbankstrukturen und Serverskriptmöglichkeiten. Email-Hosting: die Zurverfügungstellung von Emaildiensten auf einem Mail-server. Die Dienstleistung kann Zusatzdienste, wie Viren- oder Spamschutz und eine Webschnittstelle für den Zugang zu den Maildiensten umfassen. Server-Hosting: Vermietung von Servern (auch virtuellen) oder Vermietung von Stellflächen für kundeneigene Server, sowie den Zugang zu den Servern über eine Internetanbindung, in der Regel inklusive Wartung und Sicherungs-diensten. Application Service Provider Application Service Provider vermieten Anwendungen und ermöglichen die Nutzung über Schnittstellen im Internet. Die Datenspeicherung erfolgt entweder lokal beim Kunden, oder im Rahmen eines Clouddienstes beim Provider. Value added Network Service Provider Bereitstellung von netzwerkorientierten Übertragungs- und Zusatzdiensten und deren Wartung wie z.B.: Sprach-, Bild- und Datenkommunikation Überwachung der Verfügbarkeit Absicherung/Security Verschlüsselung Backup/Archivierung Transaktionsdienste Electronic Data Interchange (EDI) Vermarktung der Dienste inkl. 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